Interne Purzel&Vicky News
Am 26.5. fand die alljährliche große Kontrolle unserer Tiere durch den zuständigen Amtstierarzt statt. Wie in den Jahren zuvor wurden sämtliche Tierhaltungen als absolut anstandslos bewertet. Mehr noch, wurde unsere Tierhaltung von Amtstierarzt Dr. Forster und Veterinärjurstin Mag. Scheucher als vorbildlich und weit über den geforderten Standards klassifiziert.
Gestern hat uns die steirische Tierschutzombudsfrau Dr. Fiala-Köck einen Besuch abgestattet. Auch sie hat sich sehr lobend über unsere Tierhaltungen geäußert. In Punkto Nutztiere war sie schockiert zu hören, das es für diese Tiere keinen Cent öffentliche Unterstützung gibt, obwohl der Großteil dieser Tiere aus amtlichen Abnahmen stammt. Frau Dr. Fiala-Köck hat versprochen sich dafür einzusetzen, daß sich dieser Zustand ändert, wofür wir sehr dankbar sind, denn 300 Nutztiere zu erhalten ist keine Kleinigkeit. Unsere Schützlinge brauchen z. B. alleine 5 000 Ballen Heu pro Jahr...
Es ist dringend angesagt, daß der Tierschutz in Österreich entbürokratisiert, besser koordiniert und vor allem tierfreundlicher wird.
Gestern erhielten wir den verzweifelten Anruf eines Rattenhalters, der 3 Tiere wegen der Schwangerschaft seiner Freundin dringend abgeben muß.
Nicht schlimm genug für ihn, daß er sich von seinen geliebten Tieren trennen muß, hatte er mit seinen Tieren auch bereits eine regelrechte Herbergssuche hinter sich.
Der Knittelfelder fragte quer durch die Steiermark bei den Tierheimen zwecks Abgabe der Tiere nach und wurde überall abgeleht - einerseits wegen Überfüllung, andererseits, weil die einen gar keine Ratten aufnehmen dürfen und die anderen zwar dürften, aber weder das Know How noch die Ausstattung für die Haltung von Ratten haben. Als er seine Suche auf Kärnten ausdehnte, schien sich das Blatt zu wenden als ihm das Tierheim Villach die Aufnahme der Tiere zusagte. Da unser Rattenfreund kein eigenes Auto besitzt, ist er mit den Tieren im Zug nach Villach gefahren - wo die Tiere allerdings trotz vorheriger Zusage und trotz Zugfahrt nicht angenommen wurden. Also fuhr er mit den Tieren zurück in die Steiermark und legte einen Zwischenstopp in der Tierstube Kapfenberg ein - in der Hoffnung , daß man angesichts der weitgereisten Tiere eine Aufnahme nicht ablehnen würde. Leider war dem nicht so und unser Rattenfreund auf Herbergssuche fuhr mit den Tieren im Zug wieder nach Knittelfeld zurück. Im Internet fand er schließlich eine steirische Rattenliebhaberin, die die Tiere wegen Platzmangel zwar auch nicht selbst aufnehmen konnte, ihn aber an uns verwies.
Seit 11/2009 gibt es eine neue Regelung der Landesregierung bezüglich der Aufnahme der verschiedenen Kleintierarten im Großraum Graz. Ratten muß dieser Regelung zufolge das Landestierheim in Graz aufnehmen. Bei uns wurden die Rattenkapazitäten gestrichen, was soviel heißt, das wir zwar laut Tierheimgenehmigung Ratten aufnehmen dürfen, diese bei uns aber nicht subventioniert werden. Wenn das Landestierheim wegen Platzmangel nicht aufnehmen kann, wären diese Tiere laut Landesregierung zu euthanasieren.
Unsere Obfrau hat im Sinne der heimatlosen Tiere mit dem Obmann der Arche Noah vereinbart, daß die Arche Noah den Transport der Tiere von Knittelfeld übernimmt und die 3 Fellnasen dann bei uns Aufnahme finden.
Situationen wie die Beschriebene erscheinen so surreal, daß man sie eigentlich nicht für möglich halten würde - wenn man Derartiges nicht immer wieder erleben würde.
Im Sinne der Tiere ist es dringend nötig, daß das Tierheimwesen entbürokratisiert wird - was an den zuständigen Behörden liegt.
An den Tierschutzorganisationen selbst liegt es die Zusammenarbeit besser zu koordinieren und - egal wie widrig die Rahmenbedingungen sein mögen - immer im Sinne der Tiere zu handeln
Ansonsten führt sich der Tierschutz selbst ad absurdum - und landet irgendwann dort, wo so manche Behörde heute schon ist…
Heute haben wir einmal mehr hautnah erlebt, wie die Tierschutz-Behörden der steirischen Landesregierung arbeiten – aber urteilen Sie selbst:
Mitte 2009 wurden Regressforderungen des Landes Steiermark gegen Privatpersonen, die Tiere in steirischen Tierheimen abgeben, eingeführt. Vier steirischen Tierheimen
(TH Arche Noah/Graz, TH Franziskus/Voitsberg, TH Liezen und TH Purzel&Vicky) wurde erklärt, daß diese Vorgangsweise gesetzlich gedeckt und die Tierheime zu entsprechender Mitarbeit verpflichtet seien. Die zwei übrigen steirischen Tierheime, nämlich das TH Grabenstraße/Graz und das TH Adamhof/Leibnitz, waren aus dieser angeblich „gesetzlichen Verpflichtung“ von Anfang an ausgenommen. (Nicht das sich einem dabei der Eindruck aufzwingen würde, manche wären gleicher im Angesicht der steirischen Behörden…)
Wir mussten unsere Aufnahmeformulare laut Vorlage der FA10A dahingehend abändern, daß Personen die Ihr Tier abgeben wollten über die nachfolgende Regressforderung des Landes aufgeklärt wurden und sie diese Aufklärung mit ihrer Unterschrift bestätigen mussten. Danach hatten wir die Unterlagen der betreffenden Tiere an die FA10A zur Verrechnung weiterzuleiten. In der Praxis heißt das, daß wir unzählige Tierbesitzer über die Regressregelung aufklären mußten (was meistens mit Unmut und Steiterei verbunden war und etliche Personen wutentbrannt unser Gelände verlassen ließ) und anschließend hatten wir noch zusätzlichen Papierkram für die Verrechnung zu erledigen.
Am 26.5 hat unsere Obfrau zufällig vom Veterinäramt der BH GU erfahren, daß es seit Monaten keine Regressforderungen mehr gibt, weil diese vom UVS (Unabhängiger Verwaltungssenat) als gesetzeswidrig eingestuft wurden.
Erstaunlicherweise haben wir laufend entsprechende Unterlagen zur Verrechnung an die FA10A geschickt ohne das uns jemand über die Sinnlosigkeit unseres Tuns in Kenntnis gesetzt hätte.
Da die zuständige Juristin der FA10A bisher nicht erreichbar war, haben wir bei der Arche Noah nachgefragt, und siehe da, diese war über die geänderte Sachlage bereits vor Monaten von der FA10A informiert worden.
Abgesehen davon, daß sich unsere Mitarbeiter in den letzten Monaten unzählige unangenehme Aufklärungsstreitgespräche erspart hätten, bleibt die Frage was mit all den Unterlagen passiert ist, die wir sinnloserweise laufend an die FA10A geschickt haben…
PS: Noch eine Kleinigkeit am Rande: Die Verrechnungssätze, welche die LRG ihren Regressforderungen zugrunde gelegt hat, war übrigens höher als die Verrechnungssätze, die den Tierheimsubventionen zugrunde gelegt werden…
Im Jahr 2009 wurden im Tierheim Purzel&Vicky 949 Tiere aufgenommen. Davon waren 216 Katzen und 733 Kleintiere (Nager, Ziervögel, Frettchen).
191 Katzen und 646 Kleintiere wurden auf neue Plätze vermittelt. Zusätzlich konnten 41 Hunde, 114 Katzen und 585 Kleintiere direkt vom alten Platz weg vermittelt werden.
Kastrationsinitiative 2009
Neben der Kastration aller aufgenommenen Katzen und Frettchen, sowie aller männlichen Kaninchen, Meerschweinchen und Chinchilla wurden im Jahr 2009 im Rahmen unserer Kastrationsinitiative 167 Streunerkatzen und 43 Nager kastriert.
Da es in der Steiermark genaue Vorgaben der Behörden gibt wer, was, wann, wo darf bzw. nicht darf im Tierschutz, kommt es regelmäßig zu absurden Ereignissen wie folgt:
In Graz Andritz wurde eine herrenlose Moschusente von der Tierrettung der Grazer Feuerwehr aufgegriffen. Bis Ente Paul bei uns angekam, erlebte er eine halbe Weltreise durch Graz und eine noch längere durch die Bürokratie der Landesregierung.
1. Station: Landestierschutzverein Grabenstraße
Paul konnte nicht aufgenommen werden, weil dieses Tierheim kein Geflügel beherbergen darf.
2. Station: Verein Kleine Wildtiere am Hilmteich
Paul fand hier keine Aufnahme, weil dieser Verein nur Wildtiere aufnehmen darf. Paul ist aber eine Moschusente und damit kein Wild- sondern ein Nutztier.
3. Station: Arche Noah
Als nächstes steuerte die Feuerwehr die Arche Noah in Liebenau an. Dieses Tierheim darf zwar ebenfalls kein Geflügel aufnehmen, aber die Tierrettung der Arche Noah ist für alle Tierrettungsfahrten außerhalb von Graz zuständig. Die Grazer Feuerwehr selbst darf das Stadtgebiet nicht verlassen. Daher muß in allen Fällen, in denen ein Grazer Findling zu Purzel&Vicky kommen soll, die Feuerwehr dieses Tier der Tierrettung der Arche Noah übergeben, welche es dann über die Stadtgrenze hinweg zu uns transportieren darf. (Wir sind übrigens ganze 6 Km außerhalb von Graz.)
Paul hatte leider auch in der Arche Noah Pech, da die Tierrettung gerade in der Südsteiermark unterwegs war.
4. Station: TSV Purzel&Vicky
Um Paul nicht noch länger den ausgeklügelten Strategien der Tierschutzexperten der steirischen Landesregierung auszusetzten, haben wir Paul schließlich an der Stadtgrenze von der Feuerwehr übernommen.
Klingt wie in Schilda? Weit gefehlt - das ist Tierschutz so wie wir ihn in der Steiermark täglich erleben!
Es lebe die Bürokratie - Tierleid ist dabei maximal ein Kollateralschaden...
Unser neues Landschildkrötengehege ist fertig. Das neue Habitat ist mit 60 m2 deutlich größer als das bisherige. Es wurde mit 7 Sorten Obstgewächsen - Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren, Jostabeeren, Ribisel, Weintrauben, Kriecherln - bepflanzt, denn unsere Schildkröten lieben es selbst zu ernten. Jedes Stück Obst das irgendwie erreichbar ist, wird genüßlich verspeist - egal wieviel Obst in der Futterschüssel liegt, selbst geernet schmeckt`s einfach besser...
Heute wurde ein Tiertransport der anderen Art von der Grazer Polizei angehalten. Ein Ehepaar war mit 12 verwahrlosten Hunden und 1 Hängebauchschwein auf der Durchreise von Frankreich nach Ungarn.
Aufgefallen war der Polizei ursprünglich nur der schlechte Zustand des Kleintransporters - als dieser geöffnet wurde, fanden sich zwischen sämtlichem Hausrat der beiden "Tierschützer" 12 abgemagerte Hunde und 1 Hängebauchschwein in einem Holzkastenstand. Das Ehepaar gab an alle Tiere in Bulgarien vor dem Tod gerettet zu haben. Nun wäre man nach einem Besuch in Frankreich auf dem Weg nach Ungarn um sich dort häuslich niederzulassen.
Der Polizeistopp in Österreich war das Glück der zwölf Hunde, die nun im Tierheim Arche Noah tierärztlich versorgt und aufgepäppelt werden. Für das Hängebauchschwein bedeutete der Stopp in Österreich allerdings das Todesurteil, weil es weder Papiere noch Kennzeichnung hatte und Rumänien und Bulgarien für freie Schweinetransporte gesperrte Länder sind.
Das Schweinchen war bereits in unserem Transporter unterwegs nach Vasoldsberg als wir von einem Vertreter des Grazer Veterinäramtes zurückbeordert wurden. In der Arche Noah mußte das Hängebauchschwein wieder entladen werden, um gemäß dem Tierseuchensesetz "euthanasiert und unschädlich beseitigt "zu werden.
Das Fazit dieser Geschichte ist, daß Tierschutz Hand und Fuß haben muß, um sinnvoll zu sein. Das betreffende Ehepaar hat es sicher gut gemeint als es in Bulgarien alle Tiere, die in seinem Kleintransporter Platz fanden, mitgenommen hat. Aber ohne fachmännische Vorgangsweise hat diese Aktion zum Tod des Schweinchens geführt. Wieviele Hunde die Quarantäne lebend verlassen werden, wird sich noch zeigen...
Lesen Sie dazu auch folgende Artikel:
ORF Steiermark - "Transporter mit Hunden und Schwein gestoppt"
Kleine Zeitung - "Grazer Polizei stoppte Paar mit Hunden und Schwein in Transporter"
Kronen Zeitung - "Ehepaar pferchte Schwein und zwölf Hunde in Wagen"
Oberösterreichische Nachrichten - "Polizei stoppte Paar mit Hunden und Schwein"
Nachtrag: Nach Intervention bei Landesveterinärdirektors Dr. Wagner darf das Hängebauchschweinchen leben, wenn ein entsprechender Bluttest negativ auf Schweinepest ausfällt.
Es gibt Menschen, die so konkrete und spezielle Vorstellungen von Ihrem Wunschtier haben, das es beinahe unmöglich ist diesen Wünschen zu entsprechen.
So wollte kürzlich eine Frau eine weibliche Perserkatze mit dunklen Pfoten und Ohren, die nicht älter als 3 Monate, geimpft und garantiert gesund sein sollte. Zusätzlich sollte das Kätzchen Hunde und Kinder mögen.
Es ist wichtig Vorstellungen von seinem Wunschtier zu haben, aber eine derart spezielle Katze ist uns in 10 Jahren Tierheimbetrieb noch nicht untergekommen.
Das krasse Gegenteil zu derartigen Spezialwünschen haben wir heute erlebt. Eine Frau wollte für ihre betagte Mutter als Gesellschaft ein Kleintier. Sie wusste weder welche Art von Kleintier sie suchte, noch welche Ansprüche die verschiedenen Kleintiere an den Halter stellen. „ Hauptsache ein Tier, klein und handzahm.“ Selbstredend hat uns diese Frau ohne Tier – und entsprechend erbost – verlassen.
Die Gründe sich ein Haustier zu wünschen sind verschiedenster Natur. Mindestens genauso vielfältig sind allerdings die Gründe warum das Zusammenleben zwischen Mensch und Haustier immer wieder scheitert, denn nicht jedes Tier paßt zu jedem.
Sie oder ihre Kinder haben sicherlich bereits ein bestimmtes Lieblingstier im Visier, das Sie gerne als Haustier aufnehmen möchten. Doch lassen Sie sich nicht nur von Wunschvorstellungen leiten, denn
So vielfältig die Konfliktherde im Zusammenleben zwischen Mensch und Tier auch sind, meist haben Sie eine gemeinsame Ursache, nämlich ein Informationsmanko im Vorfeld und dadurch völlig unrealistische Erwartungen an das Tier.
Wenn Sie sich selbst Enttäuschungen und Ihrem Tier ein trauriges Tierheimschicksal ersparen wollen, stellen Sie sorgfältig grundsätzliche Überlegungen zu die folgenden Punkten an.
Informieren Sie sich vor der Anschaffung eines Haustieres nachhaltig! Fragen Sie andere Tierhalter nach Ihren Erfahrungen. Tierheime stehen Ihnen gerne für Ihre Fragen Rede und Antwort. Nicht zuletzt bietet das Internet alle erdenklichen Informationen, um Sie bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen.
"Hinter den Kulissen des internationalen Heimtierhandels"
Im Jahr 2008 wurde per Ministeriumserlaß die verpflichtende Blue Tongue-Impfung eingeführt.
Gemäß diesem Erlaß waren alle Rinder, Ziegen und Schafe in Österreich bis 31.3.2009 gegen eine bis dato praktisch unbekannte Krankheit, die sogenannte Blue Tongue, zu impfen.
Mit 21.4 2010 wurde diese Pflichtimpfung wieder aufgehoben.
Der TSV Purzel&Vicky beherbert 5 Rinder und ca. 100 Schafe und Ziegen, die alle dieser Zwangsimpfung unterzogen werden hätten sollen. Aus manigfaltigen Gründen haben wir die Impfung verweigert.
Stellungnahme unserer Obfrau zur Verweigerung der Blauzungenimpfung
Nach 10 Monaten juristischer Interventionen wurde unserer Berufung durch den UVS (Unabhängiger Verwaltungssenat) nun recht gegeben und unsere Obfrau vom Vorwurf des Verstoßes gegen das Tierseuchengesetz freigesprochen.
Bei Familie J. spielte sich wohl schon seit einiger Zeit ein regelrechtes Familiendrama ab, dessen vorläufiger Endpunkt der ist, daß die Mutter mit den 5 Kindern ins Frauenhaus flüchtete und der Vater in U-Haft genommen wurde.
Am 8.2.2010, 10 Tage später, wurde die Betreuerin eines der Kinder durch penetranten Gestank auf 30 Nagetiere und über 50 Fische aufmerksam, die in der Wohnung unversorgt zurückgeblieben waren. Einzig der Initiative dieser Betreuerin ist es zu verdanken, daß der Großteil der Tiere noch lebend geborgen werden konnte. Sie hat die umgehende Notversorgung der Tiere und in weiterer Folge deren Übergabe an Purzel&Vicky veranlasst.
Unsere Mitarbeiter mussten sich über Berge von Kleidung und diversem Hausrat zu den Tieren durchkämpfen, um Kaninchen, Rennmäuse, Degus und Fische zu bergen.
Detailinfo zu den Tieren:
Der Käfig stand völlig ungeschützt auf der Terrasse – nicht einmal ein Häuschen war im Käfig – daß die Tiere die Minusgrade der letzten Nächte überlebt haben, grenzt an ein Wunder.
Beide Tiere sind unkastriert, das Weibchen ist trächtig.
Sie "lebten" in einem völlig verschmutztem Mini-Terrarium im fensterlosen Kellerabgang in ständiger Dunkelheit
Tiere in verschiedensten Altersstufen (von Baby bis adult) waren in einem extrem verkotetem Käfig untergebracht. In einem Käfig dieser Größe dürfen lt. Tierschutzgesetz nur 2 Degus gehalten werden.
12 Weibchen sind trächtig - was bedeutet, das die Endzahl der Tiere bei über 70 liegen wird.
Da wesentlich mehr weibliche als männliche Tiere im Käfig waren, ist davon auszugehen, daß sich die männlichen Tiere teilweise gegenseitig totgebissen haben - alle größeren Männchen weisen Bißverletzungen auf!
Auch die Degus fristeten ihr Dasein im fensterlosen Kellerabgang in ständiger Dunkelheit.
Großteils handelt es sich um Salmler und Ancistrus („Putzerfische“).
Die Tiere waren in 2 Aquarien untergebracht, die an sich sauber, aber für die Anzahl der Tiere viel zu klein waren, was sich auch in massivem Algenbefall äußerte.
In Zusammenhang mit diesem Vorfall ist es wesentlich auf zwei generelle Problempunkte hinzuweisen:
1.) Zoofachhandel
Wie dieser Vorfall zeigt, werden aus zwei Nagern schnell 70 und mehr, weil im Zoo“fach“handel immer wieder gemischtgeschlechtliche Kleintiere bzw. teilweise auch bereits trächtige Tiere verkauft werden. Gerade bei den Nagern ist es so, daß regelmäßig größere Gruppen im Tierheim landen, weil die Halter 2 Tiere wollten und mit 5, 10 oder mehr rettungslos überfordert sind.
Es ist leider auch kein Einzelfall, daß im Zoo“fach“handel zu kleine oder völlig ungeeignete Käfige verkauft werden. Für 2 Rennmäuse schreibt das Tierschutzgesetz bei Terrarien eine Mindestgröße von 80x50x50 cm und das Vorhandensein von seitlich angebrachten Belüftungsschlitzen vor.
Im gegenständlichen Fall hat das Terrarium der 2 Rennmäuse eine Größe von nur 60x30x30 cm und verfügt nicht über die erforderlichen Belüftungsschlitze.
2.) Kapazitätsvorgaben der Steiermärkischen Landesregierung (LRG)
In den vergangenen Jahren hat der TSV Purzel&Vicky den überweigenden Großteil der Nagetiere in der Steiermark aufgenommen, betreut und vermittelt. Seit November 2009 besteht lt. LRG keine Notwendigkeit mehr, daß der TSV Purzel&Vicky Kleinnager (Mäuse, Degus, Ratten, Hamster) aufnimmt, weil das Landestierheim in der Grabenstraße dafür ohnehin genug Platz haben soll - was natürlich nicht der Fall ist. Es ist auch nicht nachzuvollziehen, wie und wo das Landestierheim, das Platz für 50 Kleintiere hat, plötzlich zusätzliche 200 Tiere unterbringen soll. Nichts desto weniger wurde diese Neuregelung 11/2009 vertraglich vereinbart und die entsprechenden Kapazitäten wurden bei uns gekürzt. Die Kapazität des Landestierheimes wurde im Gegenzug nicht erhöht – was aus Platzgründen gesetzlich auch gar nicht möglich wäre.
Auf eine Anfrage unsererseits was mit Tieren passieren soll, die weder wir noch das Landestierheim gemäß der neuen Kapazitätsregelung aufnehmen können, wurde uns schriftlich (!) mitgeteilt daß derartige Tiere zu euthanasieren seinen. Eine Anweisung die klar dem Tierschutzgesetz widerspricht! Hr. Mag. Moser, der Obmann des Dachverbandes der steirischen Tierschutzhäuser hat in Folge auf dieses Schreiben entsprechend geantwortet und bis dato keine Antwort erhalten. (siehe auch Newseintrag vom 9.1.2010 )
In der Praxis sieht es nun so aus, daß der TSV Purzel&Vicky weiterhin Kleinnager aufnimmt, weil wir diese Tiere nicht einfach ihrem Schicksal bzw. amtlich angeortneter Euthanasie überlassen können.
Ewig wird das aber so nicht möglich sein, denn wir können nur helfen, wenn uns dafür die nötigen Mittel zur Verfügung stehen.
Bitte helfen Sie uns helfen und spenden Sie für Tiere, die auf unsere Hilfe angewiesen sind!
Kleine Zeitung-Dutzende Haustiere in finsterem Keller zurückgelassen
In Purzel und Vicky`s Tierheim und Gnadenhof werden derzeit 140 Katzen betreut.
Gestern wurden unsere Samtpfoten von der Fa. HUSSE mit 170 exquisiten Katzenschälchen reich beschenkt. Bei der ersten Verkostung konnten wir uns heute davon überzeugen, daß HUSSE Tiernahrung mindestens ebenso delikat im Geschmack wie in der Qualität ist.
Stellvertretend für ihre Freunde bedanken sich Felix und Cäsar von ganzem Herzen für das excellente Mahl. Sehen Sie selbst wie gut es den beiden geschmeckt hat!
Leider hat uns heute Navajo verlassen...
Vajo war vom 1. Tag an ein ganz besonderes Sorgenkind und gerade deshalb war er uns so sehr ans Herz gewachsen.
Navajo`s Leidensweg begann schon im zarten Alter von 6 Monaten, als er sich die rechte Schulter brach und diese schwere Verletzung völlig unbehandelt blieb, was Muskelschwund und Sehnenverkürzung am verletzten Bein nach sich zog.
Als Vajo mit 3 Jahren zu uns kam, konnte er mit seinem rechten Vorderbein nicht mehr auftreten. Außerdem war er bis auf die Knochen abgemagert, da er durch sein Handikap an der Futterraufe zu kurz gekommen war.
Monatelang musste sich Navajo mit Streckschienen an seinem Bein quälen, bis seine Sehnen wieder lang genug waren um richtig auftreten zu können. Diese langwierige Prozedur machte sich aber mehr als bezahlt, denn
Navajo hinkte zwar beim Gehen nach wie vor leicht, aber wenn er mit seinen Freunden über die Koppel galoppierte, merkte man ihm seine Behinderung nicht mehr an. Und Vajo liebte es zu galoppieren und seine verlorene Kindheit nachzuholen... Jahrelang war er mit seinem kindlichen Übermut der Schelm in unserem Pferdestall - bis das Schicksal im Dezember 2008 ein zweites Mal erbarmungslos zuschlug.
Navajo war zu der Zeit 7 Jahre alt. Kein Alter für ein Pferd …
…und schon gar kein Alter für einen Schlaganfall - dennoch erlitt Vajo zu Weihnachten 2008 einen schweren Schlaganfall. Aber Navajo war ein Kämpfer und nach mehreren schweren Monaten hatte es sich bis zum Frühsommer 2009 soweit ins Leben zurückgekämpft, daß er mit seinen Freunden wieder auf die Weide konnte - zwar war er wesentlich vorsichtiger und zurückhaltender als vorher, aber er konnte den Sommer im Kreise seiner Herde wieder auf der Weide verbringen.
Leider sollte es Vajo`s letzter Sommer werden, denn ohne weitere Vorzeichen hatte er heute wieder einen Schlaganfall und mußte eingeschläfert werden.
Das Leben ist ein Schlaf, dessen Traum die Liebe ist.
Die Liebe bleibt...
Wie leider jedes Jahr nach Weihnachten haben Tierheime im Jänner und Februar einen kräftigen Zugang an Tieren zu verzeichnen, weil viele lebenden Weihnachtsgeschenke bereits nach kurzer Zeit ausgedient haben. Besonders am Nagersektor ist die Ausfallsrate sehr hoch, weil vielen Neotierhaltern spätestens beim fünften Käfigputz die Lust am Tier vergeht.
Heuer ist die Situation am Kleintiersektor in der Steiermark besonders prekär, weil von der Landesregierung im Jahr 2009 die subventionierten Aufnahmekapazitäten stark gekürzt wurden.
Das Landestierheim in Graz konnte schon vor Weihnachten, am 23. 12., wegen Überfüllung keine weiteren Kleintiere mehr aufnehmen. Damit lastet der überwiegende Anteil des Kleintiervolumens - trotz drastischen Kapazitätskürzungen - in der Steiermark auf Purzel&Vicky`s Schultern.
In der jüngsten Korrespondenz mit der zuständigen Fachabteilung 10A wurden wir angewiesen das Problem insofern zu lösen, daß überzählige Tiere schmerzlos zu euthanasieren seien. Abgesehen von der ethischen Unvertretbarkeit dieser Vorgangsweise ist selbige laut Tierschutzgesetz ausdrücklich verboten ( §6 TSchG und Tierschutzrat GZ 74800/0158-IV/6/2006). Auch würde sich kein seriöser Tierarzt für derartige Praktiken hergeben.
Grundsätzlich gibt es drei mögliche Vorgangsweisen für uns:
1. Wir nehmen keine weiteren Tiere an und überlassen diese damit einem ungewissen Schicksal bzw. nehmen billigend deren Tod in Kauf.
2. Wir folgen den gesetzeswidrigen Anweisungen der Landesregierung und töten Neuzugänge.
3. Wir nehmen weiterhin auf eigene Kosten Tiere in Not auf und tun unser Bestes Ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen bis wir ein neues Zuhause für sie gefunden haben.
Selbstverständlich kommt für Purzel&Vicky nur Variante 3 in Frage, die wir trotz aller Widrigkeiten verfolgen werden so gut wir können. Aber auch wir können nur helfen, wenn uns die finanziellen Mittel dafür zur Verfügung stehen.

Im Laufe der letzten 10 Jahre im steirischen Tierschutz hatten wir mit unzähligen Behördenvertretern in den unterschiedlichsten Positionen zu tun. Bei den meisten hat man den Eindruck, daß sie genauso gut Steine zählen könnten, da Ihnen der Tierschutz schlichtweg kein Anliegen ist.
Frau Dr. Fiala-Köck dagegen ist uns seit Jahren als strahlende Ausnahme aufgefallen. Nicht nur, daß Sie im Sinne der Tiere als Amtstierärztin auch dort durchgegriffen hat, wo es unbequem - und von übergeordneten Behörden gar nicht gern gesehen ist - z. B. bei der Abnahme von Nutztieren. Mehr noch, Fr. Dr. Fiala-Köck hat bei derartigen Abnahmen auch selbst Hand bzw. Gummistiefel angelegt und geholfen Tiere einzufangen und zu versorgen.
Der Tierschutzverein Purzel&Vicky gratuliert Fr. Dr. Fiala-Köck und dem Tierschutz in der Steiermark aus ganzem Herzen zur neuen Tierschutzombudsfrau.
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Viele Katzen bevorzugen fließendes gegenüber stehendem Wasser zum Trinken. Um dieser Vorliebe gerecht zu werden, steht unseren Katzen ab sofort ein Trinkwasserbrunnen zu Verfügung.


Heute wurde ein Findlingskaninchen zu uns gebracht, das durch die Länge seiner Krallen kaum mehr auftreten konnte. Nach einer kurzen Nagelpflege von 2 Minuten hoppelt Sina nun glücklich hin- und her und freut sich an ihrer neugewonnenen Lebensqualität.
Ist es wirklich zuviel verlangt, daß man sich 2 Minuten Zeit nimmt um sein - irgendwann sicherlich geliebtes - Kaninchen von unnötigen Qualen zu befreien? Wir fragen uns immer wieder, was das für Menschen sein müssen, die kranke, verletzte oder behinderte Tiere einfach aussetzen und Ihrem Schicksal, sprich einem qualvollen Tod, überlassen. In gewisser Weise möchte man die Antwort gar nicht wissen, denn zu schockierend ist die Tatsache das es sich dabei großteils um völlig normale, unauffällige Menschen mit Familie, Freunden, Bekannten handelt...
Sehen Sie bitte nicht tatenlos zu, wenn Ihnen ein Tier in Not bekannt ist. Wenden Sie sich an den nächsten Tierschutzverein oder schreiben Sie uns (auch anonym) an
Leider kommen in stark steigender Tendenz immer öfter kranke bzw. verletzte Tiere bei uns. Meist werden diese armen Geschöpfe nicht vom Besitzer selbst abgegeben sondern tauchen als Findlinge auf oder werden von aufmerksamen Nachbarn oder Bekannten, denen das Leiden der Tiere unerträglich ist, zu uns gebracht.
So geschehen in 4 Fällen in den letzten Wochen:
Der Besitzer selbst hat angeblich gar nichts bemerkt. Nicht mehr gewollt waren Cavallo und Mona nach über 3 Jahren wegen Umzugs in eine neue Wohnung, in der für die beiden Freunde schlicht und einfach kein Platz mehr war.
Ein derartig schlimmer Verlauf von Räude entwickelt sich nur über einen längeren Zeitraum. Als der Besitzer merkte, daß Mimi ernsthaft krank ist, hat er sich offensichtlich einfach ihrer entledigt und damit ein hilfloses, schwer krankes Geschöpf seinem Schicksal überlassen.
Auch Loreen war zweifellos irgendwann irgendjemandes Liebling. Sie war stubenrein und trotz Schmerzen ein richtiger Schmusestiger. Aber irgendwann hat dieser jemand offensichtlich beschlossen sich nicht mit einer schwerkranken Katze belasten zu wollen und Loreen einfach ausgesetzt.
Max` Dahinsiechen unten den Augen seines Besitzers muß sehr lange gedauert haben. Beurteilen Sie selbst: Kann man diese Zahnfehlstellung übersehen? Kann man tatsächlich davon ausgehen, daß das Tier in "Freiheit", sprich nach dem Aussetzen, von selbst wieder gesund wird?
Leider gibt es unzählige vergleichbare Fälle von unnötigem Tierleid.
Bitte schauen Sie Tierleid nicht abwartend zu!
Wenn Ihr Tier oder ein Ihnen bekanntes Tier Hilfe braucht, wenden Sie sich umgehend an den nächsten Tierschutzverein oder an
Mimi und Loreen hätten noch ein schönes Leben vor sich gehabt, wenn Ihr Leiden nur früher zu uns durchgedrungen wäre...
Heute fand in Wien der Whiskas&Pedigree Success Day statt. Im Rahmen eines Get-togethers wurden die von Whiskas und Pedigree gesponserten Tierschutzprojekte vorgestellt.
Im Jahr 2008 wurde von Whiskas und Pedigree die Aktion " Spenden Sie Katzenglück. Spenden Sie Hundeliebe." ins Leben gerufen um Hunde und Katzen in österreichischen Tierheimen zu unterstützen. In den vergangenen 12 Monaten wurde zu diesem Zweck die unglaubliche Summe von € 131 000,- von Whiskas und Pedigree aufgebracht und in ausgesuchte Tierheim-Projekte investiert.
Purzel&Vicky hatte beim Success Day die Möglichkeit sich bei den verantwortlichen Exekutives persönlich für das großartige Sponsoring unserer Katzen (siehe folgenden Eintrag vom 10.9.2009) zu bedanken.
D A N K E I M N A M E N U N S E R E R S A M T P F O T E N ! ! !
Purzel&Vicky Vorstandsmitglied Fr. Hörmann dankt Fr. Prüfert für die großartige Unterstützung bei der Renovierung unserer Katzenzimmer.
Dank des großzügigen Sponsorings der Fa. WHISKAS und der unentgeltlichen Expertise und Mitarbeit von Hr. KARL STRACKE konnten unsere Katzenzimmer total renoviert werden.
Folgende Renovierungarbeiten konnten realisiert werden:









Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen unter Leitung unseres Obmannstellvertreters Michael Stracke wurde unsere Katzenquarantäne um einen Raum aufgestockt. Damit verfügen wir ab sofort über Quarantäneplätze für über 50 Katzen.
Leider mußten wir uns heute von Mendessa verabschieden....
Tessa, wir werden Dich nie vergessen...Du fehlst!
Ganz herzlich danken wir Frau Dr. Andrea Sedar, die heute den halben Tag in unserem Pferdestall verbracht hat. Danke!
Purzel&Vicky`s Gandenhof ist das Zuhause von ca. 300 Tieren – 150 große Nutztiere ( Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine ) und 150 anderen Tieren (Hühner, Enten, Ziervögel, Schildkröten).
Um die Versorgung dieser Tiere weiterhin gewährleisten zu können, müssen wir leider einen Aufnahmestopp für große Nutztiere verfügen.
Im Laufe der letzten 2 Jahre wurde die Tierheimsubvention des Landes wiederholt gekürzt. Zusätzlich sind aufgrund der Wirtschaftslage Spenden dramatisch zurückgegangen. Daher bleibt uns nur ein teilweiser Aufnahmestopp um die betreuten Tiere nicht zu gefährden.
Wenn Sie unsere Tiere unterstützen wollen, werden Sie bitte Spender, Mitglied, Pate oder sogar Schutzengel (siehe rechte Spalte oben).
Jeder Cent hilft einem unserer Tiere!!!
DANKE!!!