Newsletter Herbst 2026

*** Edi-tier-ial

Die letzten Monate waren wir hauptsächlich mit der Versorgung der vielen Tiere, die wir heuer schon aufnehmen mußten, beschäftigt. Seit 1. Jänner hatten wir bereits über 1300 Zugänge. Darunter 426 Kaninchen und Nager und 61 Katzen in überwiegend sehr schlechtem Zustand aus 2 amtlichen Abnahmen. Langsam erholen sich viele dieser armen Tiere. Aber leider sind wir trotz aller Bemühungen auch immer wieder mit Todesfällen konfrontiert. Inzucht und schlechte gesundheitliche Vorbedingungen lassen sich leider nicht wegzaubern. Es ist ein langer, psychisch fordernder Weg für Tier und Mensch.

Das zweite große Thema der letzten Monate war die massive Hitze. Unsere Tiere haben die Temperaturen glücklicherweise erstaunlich gut überstanden. Vor 2 Jahren haben wir in die Stallungen für Rinder, Pferde, Ponys, Esel , Schafe und Ziegen große Ventillatoren eingebaut. In den vergangenen Jahren waren diese Ventillatoren nur eine Wellnessmaßnahme für unsere Schützlinge. Durch die ständige Luftbewegung sind die Stallungen fliegenfrei und das ist für die Tiere eine Wohltat. Diesen Sommer haben die Ventillatoren zweifellos Leben gerettet. Viele Tiere haben den kühlen Stall nur in der Früh und am Abend verlassen.

Sehr bewährt hat sich auch, daß wir im Laufe der Jahre zusätzliche Brunnen gegraben haben. Ich bin kein Fan der chemisch aufbereiteten öffentlichen Wasserversorgung und deshalb ist es mir wichtig, daß unsere Tiere (und wir selbst) immer frisches, kühles Brunnenwasser haben. Notfalls hätten wir auch einen Anschluß an die öffentliche Wasserleitung, über den wir alle Tiere versorgen könnten. Das war aber trotz der historischen Hitze glücklicherweise nicht nötig.

Die unmittelbaren Auswirkungen der Hitze haben unsere Tiere gut überstanden, aber ein Folgeproblem wird uns in den nächsten Monaten sehr viel kosten. Die Heuernte in unserer Gegend liegt bei nur 30% der Normalmenge. Schon im Sommer haben unsere Tiere wegen des Grasmangels viel mehr Heu gefressen als sonst. Fazit: Der Winter wird sehr teuer werden.

In diesem Zusammenhang ist es äußerst ungünstig, daß wir heuer schon fast 40 Ziegen und Schafe aufgenommen haben. Die letzte Gruppe waren 9 Ziegen, die auf der Hebalm ausgesetzt wurden. Aber wir sind glücklich, daß wir die Tiere vor dem sicheren Tod retten konnten und irgendwie werden wir mit der Hilfe von Tierfreunden auch diesen Winter schaffen.

Leider hatten wir in den letzten Monaten auch einige sehr unerfreuliche Begegnungen mit Menschen. Was mich in den letzten Monaten wirklich geärgert hat, waren Fälle wie die folgenden:

Wenn „Tierfreunde“ großherzig temporär während der Schulferien einen Hundewelpen aufzunehmen möchten.

Wenn man uns “Sommerurlaub” für ein kindgerechtes Reitpferd anbietet.

Wenn man selbstlos die vorübergehende Unterbringung von Schafen während der Mähsaison offeriert.

Wenn man im Tierschutz nach Bengalkatzen sucht, weil man als großer Tierfreund auf keinen Fall Züchter unterstützen möchte aber keine anderen Katzen aufnehmen möchte.

Um die Tiere geht´s in all diesen Fällen natürlich nicht. Sie sind nur Mittel zum Zweck. Tatsächlich sucht man ein kostenloses Reitpferd oder einen Welpen, damit die Kinder in den Sommerferien beschäftigt sind. Man braucht einen Rasenmäherersatz, der im Winter nicht gefüttert werden muß. Und man will teure Rassekatzen für wenig Geld.

Die Antwort auf all diese Anfragen war natürlich NEIN. Wir reißen kein Pferd aus seiner Herde, damit es den Sommer irgendwo alleine als Kinderspielzeug „auf Sommerurlaub“ verbringen darf. Dasselbe gilt für Schafe für die Mähsaison. Wir vergeben keinen Welpen in der Prägungsphase für einige Monate an Menschen die offensichtlich keine Ahnung von und kein Interesse an den Bedürfnissen von Hunden haben. Und teure Rassetiere vergeben wir prinzipiell an Menschen, die ihnen auch dann ein schönes Zuhause geben würden, wenn sie wertlose Bastarde wären.

Wir sind den Tieren verpflichtet und nur ihnen!!!

Abschließend möchte ich Ihnen/Dir noch unsere Tipps für eine tierschutzgerechte Herbstzeit ans Herz legen.

Ich danke allen Tierfreunden, die uns helfen Tiere in Not zu retten und ihnen ein artgerechtes Leben zu ermöglichen!

“ Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter.

Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat sich selbst zu beherrschen. “

Albert Schweitzer

Mit tierfreundlichen Grüßen,

Ingrid Stracke

Präsidentin TSV, Tierheim&Gnadenhof Purzel&Vicky

*** Tierschutzfest am 26.9.

Für unser Tierschutzfest am 26.9. suchen wir noch Warenspenden für den Verkauf.

Danke an alle Tierfreunde, die unsere Tiere unterstützen!!!

*** Tierschutzgerechter Herbst

*** 10 von 14 Enten aus Dummheit tot

*** 9 Ziegen und andere Tiere ausgesetzt

Wir haben gerade 9 ausgesetzte Ziegen aufgenommen. 8 unkastrierte Böcke und eine trächtige Geiß. Die armen Tiere wurden auf der Alm ausgesetzt und glücklicherweise gefunden.

Es kommen leider laufend ausgesetzte Tiere aller Art zu uns.

2 Hähne wurden nachts zu einer kleinen Hühnergruppe über den Zaun geworfen wurden.

12 zerrupfte alte Hühner wurden uns vors Tor gestellt.

1 Hahn wurde einfach lose in unseren Spendenabgaberaum gesperrt (hat in seiner Panik alles vollgekotet…).

Mehrere Kaninchen und Meerschweinchen wurden allein oder zu zweit in Wald und Flur ausgesetzt.

In einem Fall wurden bereits 15 Kaninchen eingefangen und es sind noch immer nicht alle.

5 flugunfähige Zuchttauben hat jemand einfach auf einer Wiese freigelassen.

1 hochträchtige Katze und 1 Meerschweinchen wurden in Kartons am Skulpturenpark ausgesetzt. Einige Tage danach hat die traumatisierte kleine Katze Babys bekommen.

Und das sind nur die jüngsten Fälle…

Der heurige Winter wird in punkto Heumangel/Heupreis eine riesige Herausforderung. Aber wir sind glücklich, daß es auch die 9 armen Ziegen in den sicheren Hafen des Gnadenhofs geschafft haben.

Danke an alle Tierfreunde, die uns dabei helfen all diese Tiere zu retten!!!

*** Streunerfutter wird dringend benötigt!

Wir füttern über 600 Streunerkatzen auf Futterstellen.

Durch den beständigen Spendenrückgang wird es immer schwieriger diese Katzen wenigstens halbwegs zu versorgen. Das Futter wird vielfach mit Nudeln und Reis gestreckt. Die meisten Streunerbetreuer kaufen selbst Futter dazu und manche sparen sich das Geld dafür tatsächlich vom Mund, sprich den eigenen Lebensmitteln, ab.

Gerade haben wir dank den Spenden von Tierfreunden wieder 5 Paletten Katzenfutter um € 1800,- gekauft. Ein Riesenbetrag, aber lange wird das Futter leider nicht reichen. Die Versorgung der Streuner ist ein täglicher Kampf.

Wir danken allen Tierfreunden, die dabei helfen, daß hilflose Katzen nicht hungern müssen!!!

PS: Es wird jede Sorte Katzen- und Hundefutter, egal ob Feucht- oder Trockenfutter, dankbar gefressen!

*** So können sie helfen

*** Danke!!!

Herzlichen Dank an alle Tierfreunde, die unsere Tiere unterstützen!!!

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9 Ziegen auf Alm ausgesetzt