Purzel&Vicky News Frühling 2026

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Der Frühling ist unübersehbar im Anmarsch. Mensch&Tier genießen die Sonne und das Zwitschern der unzähligen Vogerln am Gnadenhof. Die Stimmung ist gut und wir sind motiviert es mit den Herausforderungen des neuen Jahres aufzunehmen.

Den Elan brauchen wir auch dringend, denn wir sind bereits in der 1. Hauptsaison im Tierschutzngekommen. 5 Tage die Woche werden Streunerkatzen kastriert, um möglichst viel Katzennachwuchs zu verhindern. Die überwiegende Mehrzahl dieser Kitten hätte kein schönes Leben zu erwarten. Durch Inzucht und kranke, unterernährte und von Parasiten geplagte Elterntiere vorbelastet, kommen sie nur auf die Welt um bald darauf elendiglich zu sterben.

Für 200 Streuner übernimmt das Land Steiermark 2/3 der Kastrationskosten. 1/3 der Kastration sowie die Kosten für Chip, entwurmen und was immer sonst im Einzelfall anfällt, übernehmen wir. 200 hört sich zwar viel an, aber bei über 100 Kastrationen sind wir schon Ende Februar. Ab der 201. Katzen müssen wir 100% der Kosten tragen. Wir arbeiten derzeit an einem weiteren Kooperationsprojekt für die Streunerkastration und hoffen so zusätzliche Mittel zu lukrieren.

Grundsätzlich ist die Rechnung einfach: wir können genau so viele Streuner kastrieren wie wir finanzieren können. Im Schnitt (Kätzin mehr, Kater weniger) kostet 1 Streuner € 100,- (Kastration, Chip und Parasitenbehandlung) - wenn er nicht krank oder verletzt ist und keine weiteren Behandlungen braucht. Und das sind nur die reinen Tierarztkosten. Dazu kommen Aufenthalts- und Pflegekosten (Mitarbeiter, Futter, Reinigung- und Desinfektionsmittel, Raumkosten wie Strom, Wasser, etc.). Das Einfangen und Transportieren der Streuner geschieht nur durch ehrenamtliche Helfer - ansonsten wäre die Sache unfinanzierbar. 2025 konnten “nur” 921 Streuer kastriert werden. In wirtschaftlich besseren Zeiten waren es ca. 2000 Streuner pro Jahr. Wir werden sehen wie viele Kastrationen sich 2026 ausgehen.

Ein zunehmendes Problem ist auch die laufende Versorgung von derzeit ca. 600 Streunerkatzen auf Futterstellen. Dazu kommen laufende Neuanfragen, die eigentlich gar nicht mehr machbar sind. Leider ist das Ganze ein Teufelskreis: wir bekommen weniger Spenden, aber gleichzeitig mehr Anfragen, weil auch private Streunerfütterer weniger Geld zur Verfügung haben. Irgendwie müssen wir dieses Problem im Sinne unzähliger hungriger Katzen langfristig lösen. Wir versuchen gerade bei Abnahme von regelmäßigen Großmengen Super-Sonderpreise mit Fressnapf auszuhandeln. Pro Monat müssen wir mindestens 2 Paletten Futter und 2 Paletten Katzenstreu für die Streunerkatzen zukaufen. Durch großzügige Tierfreunde gelingt es uns immer irgendwie von Monat zu Monat “weiter zu wursteln” - manchmal mit weniger, aber meistens mit mehr Bauchweh… Wie bei den Kastrationen ist die Rechung auch hier einfach: wir können nur Futter weitergeben, das wir haben.

Das Garten-Center Dehner in Seiersberg unterstützt uns intensiv mit laufenden Spendenaktionen. Für Ostern hat man sich eine ganz besondere Aktion einfallen lassen: ein Osterstrauss mit Wunschzetteln unserer Tiere. Bitte denken Sie beim Kauf von Frühjahrsblühern an unsere Schützlinge!

Die Wunschzettel, die wir für Dehner entworfen haben, werden auch für eine parallele Spendenaktion auf facebook verwendet. Täglich stellt sich ein Gnadenhoftier mit seinen Wünschen an den Osterhasen vor und hofft auf ein volles Osternesterl.

Parallel zur Kittensaison beginnt auch die Saison der Wildtierbabys. Ganz wichtig: Wildtiere nur im Notfall und am besten nur nach Rücksprache mit Experten angreifen! Der Grazer Verein “Wildtiere in Not” ist 24h telefonisch erreichbar (0650/64 525 35). Nur die wenigsten vermeintlich verlassenen Wildtierbabys brauchen tatsächlich Hilfe. Meistens ist es die Nähe des Menschen, die Elterntiere vom Nachwuchs fernhält. Nähere Tipps zum richtigen Verhalten finden sich in diesem Newsletter.

In wenigen Wochen ist Ostern - nicht die beste Zeit für den Tierschutz. Bitte verschenken Sie keine lebenden Osterhasen und vielleicht ist es möglich auf das eine oder andere Osterei und Stück Geselchtes den Tieren zuliebe zu verzichten. Mehr zu dem Thema in diesem Newsletter.

Ich wünsche Ihnen/Dir einen schönen Frühling und frohe, tierfreundliche Ostern!

“ Der Frühling ist eine echte Auferstehung, ein Stück Unsterblichkeit.”

Henry David Thoreau

Mit tier-freundlichen Grüßen,

Ingrid Stracke

Präsidentin Tierschutzverein, Tierheim und Gnadenhof Purzel&Vicky

Tätigkeitsbericht 2025

Mach es besonders

Mach es besonders

Mach es besonders

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Baumaßnahmen

Langsam aber sicher kommen wir mit der Sanierung des alten Bauernhofes, der unseren Tieren als Gnadenhof ein sicheres Ableben ermöglicht, voran. Die Generalsanierung der alten Mauersubstanz im letzten Jahr war ein überfälliger Riesenschritt, um unseren Schützlingen ihr Zuhause langfristig zu erhalten.

Durch die sich ändernden Witterungsverhältnisse kommen zwar immer wieder neue Baustellen durch Unwetterschäden dazu, aber im Laufe der Jahre haben wir den Hof Stück für Stück soweit unwetterfest gemacht, daß neue Schäden immer geringfügiger werden. Bei den massiven Schneefällen vergangene Woche, waren wir zwar mitten in der Warnzone, aber bis auf einige verbogene Zäune ist nichts passiert.

Aufgrund der immer häufiger werdenden Unwetter wollen wir heuer ein Carport für Transporter und Traktor aufstellen. Ansonsten stehen einige kleinere Stall- und Zaunsanierungen am Plan.

Unsere letzte Großbaustelle, die Generalsanierung der 100 Jahre alten, durchhängenden Dachstühle und undichten Dächer der Stallgebäude, werden wir je nach finanzieller Möglichkeit in den nächsten Jahren auch noch irgendwie schaffen und dann sollte der Hof bis auf laufende Instandhaltungen die nächsten 25 Jahre halten.

Ostern tierfreundlich feiern

Bitte verschenken Sie keine lebenden Osterhasen!

Leider hält die anfängliche Begeisterung den Anforderungen des Alltags oft nicht lange stand, denn mangels Information haben viele Halter völlig falsche Vorstellungen von Kaninchen und stellen damit unrealistische Erwartungen an die Tiere.

Wenn Sie sich selbst Enttäuschungen und Ihrem Tier ein trauriges Tierheimschicksal ersparen wollen, stellen Sie sorgfältige Überlegungen an BEVOR Sie Kaninchen nehmen!

  • Kaninchen sind Rudeltiere, die unbedingt Artgenossen brauchen und an diesen weit mehr als an Menschen interessiert sind.

  • Kaninchen sind Fluchttiere und nicht, wie fälschlicherweise oft angenommen, Kuscheltiere. Viele Kaninchen lassen sich daher nur ungern anfassen und hochheben.

  • In einem Käfig ist artgerechte Kaninchenhaltung niemals möglich, da Kaninchen ihren starken Bewegungsdrang nur in einem Freigehege unter Artgenossen ausleben können.

  • Kaninchen haben eine Lebenswartung von 7-8 Jahren. Ist Ihr Leben auf Jahre hinaus überschaubar genug, um die Verantwortung für die Tiere ein ganzes Kaninchenleben lang zu übernehmen?

  • Jedes Tier hat arteigene Bedürfnisse und stellt entsprechende Anforderungen an den Halter. Haben Sie sich umfassend über die artspezifischen Bedürfnisse von Kaninchen informiert und sind Sie auch in der Lage diese zu erfüllen?

  • Sind Sie sich über die finanziellen Anforderungen, die Kaninchen langfristig darstellen, im Klaren?

  • Ist jeder im Haushalt (incl. des Vermieters), mit der Entscheidung Kaninchen zu nehmen, einverstanden?

 

Gerade in den Monaten nach Ostern landen unzählige unüberlegt angeschaffte Kaninchen in den Tierheimen.

Wenn sie sich entschließen Kaninchen zu halten, dann sollten sie unbedingt armen Tierheimtieren ein neues Zuhause geben, anstatt die Tierzuchtindustrie zu unterstützen.

Oster-Spendenaktionen

Beim Garten-Center Dehner in Seiersberg steht ein Osterstrauss mit Wunschzetteln unserer Gnadenhoftiere. Opi und seine Freunde hoffen, daß Tierfreunde beim Einkaufen an sie denken und ihr Osternesterl voll wird.

Auch auf unserer eigenen facebook-Seite hoffen Opi und seine Freunde, daß der Osterhase an sie denkt.

Danke an Dehner und alle Spender!

Kastrationspflicht für Hauskatzen

Das Elend der unkastrierten Streunerkatzen

Trotz des ungewöhnlich strengen Winters sind viele Streunerkatzen bereits trächtig und die jährliche Tragödie der kranken und sterbenden Kitten beginnt. Ein ewiger Kreislauf aus Inzucht, Seuchen, Krankheit und Tod.

Die einzig wirksame Maßnahme ist die Kastration!!!

Wir versuchen so viele Streuner wie möglich zu kastrieren, können aber keine ungewollten Katzen verschwinden lassen. Nach der Kastration müssen die Tiere wieder in ihrem angestammten Revier, sprich am Einfangort, freigesetzt werden. Wir diskutieren tagtäglich mit Anrainern, die Streunerkatzen los werden wollen. Aber wohin mit ihnen??? Lebenslang einsperren oder anderswo aussetzen wäre Tierquälerei!!! Vermittelbar sind Streuner nur in Ausnahmefällen, weil sie meistens zu scheu und freiheitsliebend für ein Leben im häuslichen Umfeld sind.

Die einzig wirksame Maßnahme ist die Kastration!!!

Wir stellen Fallen und Transportboxen zur Verfügung und übernehmen die Tierarztkosten, aber wir brauchen Hilfe beim Einfangen und bei den Tierarztfahrten. Aus finanziellen Gründen haben wir keinen bezahlten Mitarbeiter für die Streunerhilfe. Je mehr Hilfe wir von Meldern, Anrainern und Tierfreunden bekommen, umso schneller und effizienter können wir helfen! Wenn du ehrenamtlich helfen möchtest, melde dich bitte bei uns!

Unkastrierte Streunerkatzen können entweder von 7-13 Uhr telefonisch unter 0664/23 80 359 bei uns gemeldet werden oder jederzeit über das entsprechende Online-Formular auf unserer Homepage.

Mach es besonders

Was auch immer es ist – die Art und Weise, wie du deine Geschichte online vermittelst, kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.

Happy End für Findus

Im Tierheimalltag sind wir meistens mit traurigen Geschichten konfrontiert, aber manchmal erleben wir auch ein schönes Happy End, wie beim kleinen Findus.

Der kleine Babykater lag halbtot am Strassenrand… angefahren, durchnässt, halb wahnsinnig vor Schmerzen und Angst. Ein Auto nach dem anderen ist am schwerverletzten Findus vorbeigerauscht… liegengelassen wie Müll, um langsam und qualvoll zu sterben. Bis sich jemand des blutigen kleinen Fellknäuels erbarmt hat… ihn halbtot aus dem nassen Dreck gehoben, in eine Decke gewickelt und zum Tierarzt gebracht hat.

Der kleine Findus hatte einen Oberschenkelbruch. Nach wochenlanger Behandlung und einem Verband fast größer als der ganze Kater (Danke Andrea Sedar!!!), liebevoller Pflege und Zeit zum Heilen ist Findus heute ein glücklicher, kleiner Kater, der bereit ist die Welt zu erobern. Und das Allerschönste: bei seiner Retterin hat er ein Zuhause für immer gefunden!

Man kann nicht die ganze Welt retten, aber für die man rettet, ändert sich die ganze Welt!

Wildtierhilfe im Frühling

Wie kann ich helfen?

Danke!

Danke an alle Tierfreunde, die unsere Tiere unterstützen!!!

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Das Elend der unkastrierten Streunerkatzen - wir helfen beim Kastrieren